Dawson City – zurueck im Wilden Westen
Das Wetter weiter im Norden war einige Zeit schlechter, wir sind durch den Ausfall der Batterie um zwei Tage im Verzug, deshalb haben wir uns entschlossen, nicht ueber den Canol Highway nach Ross River und dann weiter ueber den Campall Highway nach Carmarcks zu fahren, sondern sind auf dem Alkan Highway über Whitehorse gefahren und haben so etwas Zeit gutgemacht.
Mittagsrast in der Sonne am See, Flüsse und Seele baumeln lassen. Dann an einem unscheinbaren Cafe in der Mitte von nowhere gab es die beste und grösste Zimtschnecke, die ich je gegessen habe. Dort trafen wir Klaus aus Recklinghausen, der mit seiner KTM Adventure dort nach einer Inspektion nach 110 Km liegen geblieben war. Wir mussten ihm aber nicht helfen, die „Verursacher“ waren schon im Anmarsch und wir verkürzten nur seine Wartezeit.
Abends Übernachtung am Yukon mit schönem Sonnenuntergang morgens um ein Uhr! Dafuer aber dichter Morgennebel ueber dem Fluss bei der Abfahrt.
Nachmittags schien es, als näherten wir uns einer Mondlandschaft, riesige Steinschutthalden und eine Holzstadt wie aus dem Wilden Westen vor uns – Dawson City.
Wir gönnen uns das Downtown Hotel: BMW parking only sagt das Schild vor dem Saloon. der Besitzer von Hotel und Saloon ist einbegeisterter BMW Fahrer.
Die Gehsteige sind aus Holz, die Strassen nicht gepflastert, das Beerdigungsunternehmen neben dem Hotel zeigt Bilder vom Sargtransport mit dem Reklamehinweis – „die letzte Fahrt mit einem Hundegespann“.
Nach dem Abendessen mache ich noch einen Rundgang durch die Stadt. Es ist noch immer nicht dunkel und um 23.30 Uhr mäht noch jemand seinen Rasen. Es wird Zeit, ins Bett zu gehen.
Lieben Gruss
Juri