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Alaska

Alaska Tagebuch 01 vom 08. 07. 2006

Ankunft in Vancouver 

Es hat geklappt. Nach gutem Flug und einer witzigen Unterkunft in einer spannenden Umgebung in Downtown Vancouver haben wir die Motorräder völlig problemlos aus dem Zoll bekommen, lediglich das Finden der Spedition war nicht ganz einfach. Auf der Fahrt vom Flughafen nach Granville sehen wir schon den Bereich, wo wir die Motorraeder abholen muessen, aber als wir dort heute Morgen mit dem Taxi erscheinen, teilt man uns an der angegebenen Adresse mit, dass Eagl Logistics schon vor Monaten an einen neuen Standort in den „benachbarten“ Stadtteil Richmond umgezogen sei. Also fahren wir mit dem Taxi dorthin, eine kleine Weltreise.

Nach einigem Suchen finden wir zwar die Spedition, muessen aber von der sehr netten Mitarbeiterin Anne erfahren, dass der neue Standort der Spedition zwar hier sei, die Motorraeder aber in einem Lagerhaus auf der Rueckseite des Gebaeudes seien, in dem sie frueher ihren Standort hatten. Gerade noch rechtzeitig koennen wir unser Taxi zurueckrufen und fahren etwas genervt mit voellig ueberflussigen Kosten zu dem nun angegebenen Ort.

Ziemlich schnell finden wir auch das Lagerhaus. Doch vor der Ausgabe der Motorraeder ist ein noch scheinbar groesserer buerokratischer Vorgang angesagt. Mit einem Stapel Papiere gehen wir zum Zoll, der sich gluecklicherweise im Nachbargebaeude befindet.

Wir haben Glueck. Ein juengerer Zoellner, der anfangs einen etwas abweisenden Eindruck macht, erweist sich als ausgesprochen nett und hilfsbereit, uebernimmt die Abwicklung der Papiere und schickt uns bis zu ihrer Fertigstellung in ein benachbartes Café. Es dauert nicht lange, da kommt er mit den fertigen Unterlagen und das war`s, Wir unterhalten uns noch ueber die laufende Fussballweltmeisterschaft und ueber deutsches Bier. Dann verabschieden wir uns und ich verspreche ihm, dass, falls wir uns wieder sehen, er von uns ein deutsches Bier bekommen wuerde.

Wir gehen zu „unserer“ Lagerhalle, geben die Papiere dort ab und bekommen unsere Motorraeder in den Metallracks auf den Hof gestellt. Ruckzuck haben wir sie daraus befreit, die Batterien angeklemmt und alles zusammengebaut und befestigt. Endlich koennen wir starten. Mit viel Spass fahren wir los, auf der Suche nach der naechsten Tankstelle, denn wir mussten die Motorraeder in Hamburg mit minimalem Tankinhalt abliefern.

Beim Tanken dann eine doppelte Ueberrschung. Zum einen ist der Sprit deutlich guenstiger, als bei uns, ca. 1 Euro pro Liter, aber zum anderen hat Superbenzin nur etwa 91 Oktan. Mal sehen, was das noch wird.

Beim naechsten Supermarkt halten wir an und versorgen uns mit Vorraeten fuer die naechste Zeit. An die dort angebotenen Packungsgroessen und vor allem an das andere Brot werden wir uns auch noch gewoehnen muessen.

Auf dem Parkplatz werden wir laufend von Deutschen oder deutschstaemmigen Kanadiern angesprochen, die vor allem ueber unsere deutschen Nummernschilder „stolpern“.

Auf dem Weg zurueck zu unserer Unterkunft, stoppen wir noch an einer Filiale des kanadischen Automobilclubs CAA und versorgen uns mit Karten, Das Angebot, einer genauen Routenausarbeitung lehnen wir aber dankend ab, das waere doch zuviel Papier.

An der Jugendherberge angekommen, treffen wir Axel wieder, der mitseiner Leih-V-Strom schon zurueck war und der einen sichern Stellplatz in der Tiefgarage des benachbarten Best-Western-Hotels ausfindig gemacht hatte.

Wir lagen unser Gepaeck ab, schliessen den Grossteil im Gepaeckraum der Jugendherberge ein und erkunden dann unsere neue Umgebung. Abschliessend gehen wir noch essen und dann setze ich mich an einen der PCs der Jugendherberge, um diese Zeilen zu schreiben, waehrend die anderen noch eine oder zwei Abendzigaretten rauchen. Na gut. Morgen geht es also los. Wir sind schon ganz gespannt.

Lieben Gruss von der Westkueste Kanadas.

Juergen

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