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Karelien 2008

Abenteuer Karelien oder Im Osten (et)was Neues! – 11

Helsinki / Finnland,

Montag, 11.08.2008 

Das Ende der Via Karelia oder warum man den Königsweg, die 7 / E18 von Vaalimaa nach Helsinki besser meiden sollte. 

Ein morgendlicher Kaffee macht doch munter. Dann setze ich meine Fahrt nach Imatra fort und damit schließt sich der Kreis wieder einmal.  Ein kurzer Blick auf den Wasserfall, während im Hotel der Akku für die Kamera lädt. Wieder zurück auf die 6 schwenke ich kurz hinter Lappeenranta nach Süden ab, wieder weiter auf der Via Karelia. Hier wird die Landschaft wieder sanfter, es gibt größere Flächen mit Getreideanbau. Dann, bei Vaalimaa, schwenkt die Straße zur russischen Grenze ab, ab hier, bis über Helsinki hinaus heißt die 7 „Königsweg“. Und schlagartig wird der Verkehr dichter. Eigentlich sind es zwei Schlangen, die sich in Gegenrichtung bewegen, eine von der russischen Grenze weg, auf Helsinki zu und die andere in Richtung Russland. Und es sind größtenteils Fahrzeuge mit russischen Kennzeichen, fast alles neue und neuste Modelle. Lange Strecken gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 80 km/h und sogar auf 60 km/h mit entsprechender Überwachung. Also möglichst runter von der 7 und auf parallele, kleinere Straßen ausweichen.

Auf der Hinreise hatte ich mit ein paar jungen finnischen Motorradfahrer in der Sauna geklönt, die von ihrem Militärdienst in Hamina gesprochen hatten. Also ist der Ort an der 7 vielleicht einen Stopp wert. Und so ist es. Er entpuppt sich als eine alte Garnisonstadt, ähnlich derer an der alten österreichisch-preußischen Grenze. Bei der Abfahrt öffnet der Himmel seine Schleusen, es schüttet und lässt mich um so zügiger weiter in Richtung Helsinki fahren. Den Abstecher nach Kotka schenke ich mir, der Geruch des Zellstoffwerkes lädt auch nicht gerade dazu ein.

Erst kurz vor Helsinki beginnt die Sonne wieder zu scheinen und stimmt den Abschied von Finnland wieder versöhnlicher.  Anschießend beginnt die Verladung und die entspannte Fährfahrt über die Ostsee zurück nach Travemünde.

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