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Alaska

Alaska Tagebuch 16 vom 01. 08. 2006

Whitehorse/Yukon 

Es war recht frisch, die Fahrt auf dem Alaska HWY. Als wir noch kurz vor der Grenze tankten, zeigte das Thermometer gerade 10° C an. Aber in HH ist es inzwischen auch kuehler geworden. Zwei Kaffee verbreiten wieder wohlige Wärme. Der Grenzuebertritt nach Kanada ist voellig problemlos. Als ich meinen Pass vorlege, richtet uns die Grenzerin noch Gruesse von Klaus aus, der schon vor uns hier durchgekommen war. Klaus wollte nach Haines und fuhr deswegen eine andere Strecke. Der Regen hoert auf, aber die Strasse zieht sich breit dahin, mit heftigem Gegenwind von vorn. Wunderschoen dann die Fahrt entlang des Kluene Lake, eine tolle Folge von Kurven kommt, lange haben wir das nicht mehr erfahren. Das macht wieder richtig Spass. Leider ist der aber schnell zu Ende. Mit einer Baustelle wird sein Ende eingeleitet. Breit, nur sanft schwingend wird er werden, der neue Alaska HWY, mit maximal 6 Prozent Steigung. Schade, zumal er mit einem Asphalt versehen ist, der Reifen frisst. Ein grosser Grizzly entschwindet auch vom Rande dieser neuen Errungenschaft der Zivilisation. Am Himmel draeut Unheil, dicke blauschwarze Wolken tuermen sich auf, dazwischen geballte schmutzigweisse. Ein Regebbogen tut sich auf und Axel, der vor mir ist, faehrt genau in den Regenbogen hinein. Ein schoenes Bild.

Wir entschliessen uns, nach Whitehorse durchzufahren, um dann dort einen Tag Pause zu haben. Vor Haines Junction laeuft parallel zu unserer Strasse die Trasse des alten Alaska Highways. Das wird hier so werden wie an der Route 66, wo man inzwischen auch schon nach den Urspruengen suchen muss. Also doch: Landschaften, Strassen und Orte vergehen, aber die Geschichten bleiben bestehen.

Whitehorse, wir kommen in einem witzigen Backpacker Hostel unter: Hide on Jackell – „For my part I travel not to go anywhere, but to go. I travel for the travel s sake. The great affair is not to move.“ R.L.Stevenson.Denn hier scheint heute die Sonne, Axel und Goetz koennen einen Oelwechsel machen lassen, Ellen und ich „puzzeln“ und ich habe Gelegenheit, ein bisschen mit dem Tagebuchschreiben nachzukommen. Das wird auch Zeit, weil ich schon angestossen wurde, ob ich denn faul geworden waehre.KTM Klaus schlaegt wieder auf, er hatte sich in Haines einen nassen Hintern geholt und keine Lust gehabt in dem Nest auch noch vier Tage auf die Faehre nach Skagway zu warten. Also wiederholen wir unseren schoenen Abend aus Tok, diese Mal mit einem tollen Auflauf, kreiert von Axel.

Morgen frueh fahren wir dann weiter nach Skagway, um von dort aus die Faehre durch die Inside Passage nach Prinz Ruppert zu erreichen. Dort werden wir dann am 5. August abends auf

Wolfgang Simmert vom MRT treffen, der einige Tage mit uns fahren will. Wir freuen uns schon. Auf alle Faelle, weil ich wieder nicht weiss, wann ich wieder ins Internet komme: Im Vorwege herzlichen Glueckwunsch zum Geburtstag, Barbara.Juri

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