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Alaska Tagebuch 13 vom 28. 07. 2006

Seward und Valdez

Eine schoene Fahrt durch den Abend bringt uns zu unserer Unterkunft nach Portage zurueck. Der Abend wird noch lang mit Gespraechen, auch mit einem netten Schweizer Paar, das schon laenger mit den Fahrraedern unterwegs ist und noch nach Mexiko will. Ein nettes amerikanisches Ehepaar, von denen er mich stark an meinen Freund Edward aus New York erinnert, philosophiert mit uns ueber Politik – tiefgehende Gespraeche, die ich anfangs vermisst hatte. Aber jetzt geht es. Den Abschluss bildet sein Zitat von einem Aufkleber auf einer Autostossstange: „Es ist Sommer in der Stadt und niemand vermisst diesen Idioten aus dem kleinen texanischen Dorf.“

Gesten sind wir dann nach Seward gefahren und haben von dort aus eine beeindruckende Wanderung zum Exit Gletscher gemacht. Sieben Stunden waren wir unterwegs, fast 1000 Hoehenmeter haben wir zweimal zurueckgelegt. Aus dem Wald ging es heraus ueber Hochwiesen, Geroell- und Schneefelder bis zu dem Platz, wo wir ueberwaeltigt von dem phantastischen Ausblick fast zwei Stunden im Windschatten gesessen haben. Auch deshalb, weil vom Gletscher ein eiskalter Hauch herueber wehte. Zum Schluss der Wanderung hatte ich doch einige Probleme mit meinen Knien, war aber letztendlich voellig zufrieden damit, wie gut es doch gelaufen war.

Heute Morgen bin ich noch mit Axel nach Anchorage gefahren, um einige Teile zu besorgen und bei den Jungs von Alaska Rider (www.akrider.com) vorbei zu schauen.Nachdem wir zurueck sind, packen wir unsere Sachen zusammen und verlassen unsere Unterkunft in Portage Bay endgueltig. Nach einem Zwischenstopp am Visitor Center von Portage Bay fahren wir durch den Eisenbahntunnel nach Witthier. Wir muessen ein wenig warten, bis die Faehre kommt, die uns dann in sechs Stunden nach Valdez bringt. Das ist sicherlich die schoenste und beeindruckenste Faehrfahrt, die ich je unternommen habe. Durch diese gigantische Fjordlandschaft, vorbei an Gletschern, Felsen, riesigen Bergen, Seeloewen und das alles bei strahlendem Sonnenschein. Einfach nur gut. 

Nach unserer Ankunft in Valdez schlagen wir unser Zelt auf einem Campingplatz auf und kommen mit unseren Zeltnachbarn ins Gespraech. Sie stammt aus Nuernberg und ist vor vielen Jahren mit „ihrem“ GI nach Amerika gegangen. Wir trinken ein Bier zusammen.

Gute Nacht.

Juri 

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