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Alaska

Alaska Tagebuch 12 vom 2006-07-26

Unterwegs auf der Kenai Halbinsel  

Die Wolkendecke reist fruehmorgens ein wenig auf, der Tag verspricht wieder besser zu werden. Durch eine grossartige Berglandschaft fahren wir auf der Kenai Halbinsel ueber Copper Landing und Soldotna an den Cook Inlet.

Bei Ninichick treffen wir auf die Ueberreste einer russischen Siedlung. Eine liebevoll gepflegte Holzkirche, die aussieht, als stuende sie irgendwo in Sibirien, ist von einem Friedhof mit orthodoxen Graebern umgeben. Russische Namen sind zu lesen, allerdings in Latein und nicht in Kyrillisch. Unterhalb des Hangs, auf dem die Kirche steht, hinter dem Ort, am Eingang zum kleinen Hafen, machen wir unsere Mittagspause und sehen der rasch auflaufenden Flut zu. Die ersten Lachse kommen mit dem auflaufenden Wasser und schlaengeln sich in den kleinen Fluss. Wir sehen noch einem Ehepaar zu, das Muscheln saeubert, die es kurz zuvor bei Ebbe gesammelt hatte. Wir schlaendern noch durch den Ort. Neben dem kleinen General Store, der an ein russisches Magazin, so eines der unscheinbaren Landkaufhaeuser erinnert, steht ein alter Mann und saeubert Clams, Muscheln, unter fliessendem, eiskalten Wasser. Seine von der Kaelte und dem Wasser angeschwollenen Haende faszinieren mich. Ich komme mit ihm ins Gespraech. Er erzaehlt ueber sein Dorf, seine Arbeit und dann laesst er sich sehr haeftig ueber den, wie er ihn nennt, grossen Diktator in Washington aus. Nach einer ganzen Weile fahren wir weiter.

Bis auf die gelegentlichen Ausblicke auf denn Fjord ist die Landschaft hinunter nach Homer nicht besonders spektakulaer. In Homer fahren wir bis ans letzte Ende der Landzunge und genehmigen uns dort im Hotel einen zur Abwechslung hervorragenden Kaffee. Mit der Aussicht und bei der Lage ueberrascht mich die Qualitaet und vor allem der Preis – nur 1,50 $. Dagegen schlagen die hervorragenden Kuchenstuecke mit 7 $ schon staerker zu Buche, aber sie sind dennoch ihren Preis wert. Hier spiele ich die Nummer: Hotelgast und kann so diese Zeilen schreiben. Mal sehn, wann es weitergeht.

Gruss aus Homer von der Kenai Halbinsel 

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