Nachdem wir uns auf Einladung von Jens Schwan zur Abfahrt auf dem Schulhof der Schule Stengelestraße getroffen hatten, düsten wir zügig über die Autobahn nach Lübeck und trafen dort, vor dem Holstentor, das wir symbolisch, entsprechend dem Thema dieser Reise, zum Startpunkt gewählt hatten, auf Günther. Damit waren wir vollzählig. Jeweils mit kurzen Stopps in Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald und Anklam erreichten wir nach einer guten Fahrt die polnische Grenze bei Linken und damit Stettin. Die B 105 und in Verlängerung die B 96 und die B 109 gehören nicht zu den kurvenreichsten Strecken im Norden Deutschlands, sind vielmehr so gerade, dass sie in der Art der Straßenführung nur von Strecken in Australien und Arizona übertroffen werden. Dann erreichen wir den Grenzübergang nach Polen, heute überhaupt kein Problem mehr. Am Ende einer wundervollen Fahrt sind wir in Stettin angelangt.Am nächsten Morgen sehen wir uns den Innenstadtbereich von Stettin an. Der Bereich an der Oder unterhalb der Hakenterrassen wird zurzeit völlig neu gestaltet. Wir durchqueren einen Teil des alten Stettins und bestaunen das Schloss der pommerschen Herzöge.Anschließend verlassen wir Stettin ostwärts und fahren weiter in Richtung Danzig, zunächst mit einem Abstecher über Greifenberg an die Ostsee bei Kolberg. Am dortigen Hafen gönnen wir uns bei sonnigstem Wetter ein Eis. Bei Köslin erreichen wir wieder die 6, die ehemalige Reichsstraße 2, der wir bis kurz hinter Stolp folgen. Dann verlassen wir diese viel befahrene Straße, auf der ein Großteil des Verkehrs in Richtung Osten abgewickelt wird. Auf kleinen, wenig befahrenen Straßen erreichen wir Kartuzy in der kaschubischen Schweiz. Von nun an wird der Verkehr deutlich dichter, der Feierabendverkehr um Danzig macht sich bemerkbar. Es staut sich immer mehr und so erreichen wir Danzig etwas später als geplant. Wir parken am Rande der Altstadt und machen noch einen kleinen Rundgang. Auch die, die auf vorangegangenen Touren mit uns schon in Danzig gewesen waren, sind wieder beeindruckt. Voll ist es in der alten Hansestadt, nicht nur durch die vielen anderen Touristen, sondern insbesondere durch die zahlreichen Buden und Verkaufsstände, denn es ist der Mittsommerjahrmarkt. Durch die großen Straßenbaumaßnahmen am Rande der westlichen Altstadt, ist es anschließend gar nicht einfach, wieder aus Danzig herauszukommen. Aber schon zwanzig Minuten später erreichen wir unser Hotel und erfreuen uns an einem erfrischenden Getränk auf der Terrasse.
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